Tephrocactus molinensis am Standort

In der aktuellen KuaS (Februar 2010) ist ein schöner Beitrag von Frau Pfendbach von den Kakteenfreunden Heidelberg über Tephrokakteen. Der Artikel wurde durch den Argentinienaufenthalt von Jürgen und mir natürlich noch interessanter, denn dort sahen wir auch viele Tephrokakteen.

Die Gatting Tephrocactus war den Freiburger Kakteenfreunden seit dem Ausflug zu Michael Kießling im Juni 2009 wohlbekannt. Die Blütenfülle der Pflanzen in seiner Sammlung war schon sehr beeindruckend.

Am Standort sieht die Situation manchmal etwas anders aus, aber Jürgen und ich hatten Glück und fanden eigentlich alle Tephros, die wir gesehen haben, auch in Blüte vor, wenn auch nicht immer an allen Standorten.

Tephrocactus molinensis zierte sich am Anfang etwas, aber je weiter wir nach Süden kamen, desto mehr Blüten fanden wir. Diese waren aber zumeist einzeln, die Hauptblütezeit stand noch an.

Zuerst fanden wir die Pflanze unter Brians fachkundiger Leitung nördlich vom Ort Molinos. Ob der dieser Ort der namensgebende ist, weiß ich nicht, es gibt zahlreiche Orte ähnlichen Namens, »molino« ist Spanisch für Mühle.

Die Pflanzen an diesem Standort hatten nur Knospen, keine Blüten, es war auch schon recht spät am Abend. Das erste Bild zeigt eine Pflanze vergesellschaftet mit der allgegenwärtigen Opuntia sulphurea, das zweite Bild eine Pflanze vergesellschaftet mit dem ebenfalls weitverbreiteten Gymnocalycium spegazzinii, das dritte Bild eine Nahaufnahme eines Triebes auf dem auch die Glochiden zu erkennen sind.

Schon am nächsten Tag sahen wir dann südlich des Ortes Pflanzen mit Blüten, hier noch eine Nahaufnahme.

Dieses Stilleben mit Totholz entstand am darauf folgenden Tag an der Straße von Cafayate nach Alemania. Die Pflanze machte einen etwas »pelzigeren« Eindruck. Zum Schluß noch ein Bild das einen Eindruck von der Art gibt wie die Pfanzen im Habitat wachsen, im Hintergund ein Palo-Verde-Strauch. Natürlich stehen die Pflanzen nicht überall so dicht.

Vergesellschaftet ist Tephrocactus molinensis wie schon gezeigt mit Opuntia sulphurea und Gymnocalycium spegazzinii, aber auch mit Acanthocalycium thionanthum, Cereus aethiops und Echinopsis leucantha. Die Standorte sind eher eben, an Hängen habe ich sie nicht gesehen. Die Sonneneinstrahlung ist natürlich intensiv, die Standorte, die wir gesehen haben, liegen auf 1500 bis 2200 Metern Höhe. Die Pflanzen wachsen gerne unter Sträuchern, kommen aber auch ohne aus.

Zur Kultur kann ich nichts sagen, aber mit viel Sonne wird man nichts falsch machen.

  • Tephrocactus molinensis am Standort
  • Tephrocactus molinensis am Standort
  • Tephrocactus molinensis am Standort
  • Tephrocactus molinensis am Standort
  • Tephrocactus molinensis am Standort
  • Tephrocactus molinensis am Standort
  • Tephrocactus molinensis am Standort