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Wenn man so durch die diversen Gartencenter streift und das Pflanzenangebot betrachtet und mit der Erinnerung an frühere Jahre vergleicht, wird man feststellen, daß es sich sehr verbreitert hat. Es gibt mitunter Pflanzen, die man vor 10 Jahren nur beim Spezialversender bekommen hätte.
So auch das abgebildete Exemplar von Pleiospilos nelii (Aizoaceae, oft noch unter Mesembryanthemaceae geführt). Es wurde im Frühjahr 2007 in einem Münchner Gartenmarkt erworben.
Als ich die Pflanze in die Hand nahm fiel mir auf, daß der Topf sehr leicht war. Auch bei einer trockenstehenden Pflanze bin ich bei meinen Kakteen anderes gewohnt.
Beim Austopfen stellte sich schnell der Grund heraus: Torf!
Torf ist so ziemlich das ungeeignetste Substrat für derartige Sukkulenten. Wenn man genau hinsieht, kann man noch etwas Ton erkennen, aber der lag lediglich oben auf dem Substrat. Der Wurzelballen war ein einziger Torfklumpen, den ich mich auch nicht traute weiter aufzubrechen um die Wurzeln nicht zu sehr zu beschädigen.
Torf nimmt wenn er so trocken wird nur noch schlecht Wasser auf. Wenn die Pfanze dann auch noch sparsam gegossen wird (was ja im Prinzip richtig ist), vertrocknet sie trotzdem, da das Wasser sofort abfließt. Wenn man den Torf einweicht, um ihn wieder aufnahmefähig zu bekommen, dann bekommt die Pflanze zuviel Wasser.
Ich habe also die Pflanzen in einen neuen Topf gesetzt und um den Ballen ein mineralisches Substrat eingefüllt.
Die Operation verlief erfolgreich, der Patient lebt nicht nur, er bedanke sich dieses Frühjahr mit drei Blüten und einer Frucht. Auffällig war bei den Blüten, daß die erste, die hier abgebildet ist orange blühte, die späteren waren dann eher gelb.
Also: Augen auf beim Sukkulentenkauf im Gartencenter!